NNP 07. Juni 2011

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Über den Unwettereinsatz am 05.06.2011 war in der NNP folgendes zu lesen.

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Unwetter trifft vor allem die Gemeinde Brechen

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Brechen. Das Unwetter am Sonntag hat vor allem in der Gemeinde Brechen für Schäden gesorgt. Der Fußballplatz des FC Alemannia stand komplett unter Wasser.
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Der starke Regen über dem Berger Feld in Brechen führte am Mittag schließlich zur Sperrung der Bundesstraße 8 und der Bahnstrecke.
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Nach Angaben der Deutschen Bahn und der Polizei Limburg war die Bahnlinie zwischen Niederbrechen und Lindenholzhausen von 13.25 Uhr an gesperrt. Nachdem die Feuerwehr aus Brechen die Fahrbahn und Gleise wieder freigelegt hatte, konnten die Züge von 15.57 Uhr an zunächst vorsichtig "auf Sicht" und von 16.40 Uhr an wieder normal den Bereich passieren. Drei Züge zwischen Limburg nach Niedernhausen sind komplett ausgefallen, fünf weitere auf "Teilstrecken", teilte ein Sprecher der Bahn auf Anfrage mit.
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In Niederbrechen hatten beim Wolkenbruch Sturzbäche von Wasser- und Schlammlawinen quer durch’s Dorf Spuren der Verwüstung hinterlassen. Ein Blumenkübel wurde von der Beethovenstraße bis zur B 8 geschwemmt. Mengen von Unrat und Wasser konnten durch die Kanalisation nicht mehr aufgenommen werden und ergossen sich oberirdisch.
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Wehrführer Dietmar Giesen und Kreisbrandinspektor Georg Hauch berichteten gestern von insgesamt 27 Einsätzen: In 16 Fällen mussten Keller und Wohnungen leergepumpt werden; allein in Oberbrechen liefen sechs Wohnungen im Erdgeschoss voll.
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Mehrere Straßen waren mit Schlamm und Geröll verunreinigt, am schlimmsten betroffen waren die Beethovenstraße, Dierichstraße und auf der gegenüberliegenden Seite die Flachsau sowie in Oberbrechen die Lange Straße.
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Aber auch in anderen Teilen des Landkreises sorgte das Unwetter für Aufregung: Zwischen Villmar und Runkel musste am Sonntag zwischen 15 und 16.20 Uhr die Straße gesperrt werden, weil eine Kurve komplett unter Wasser stand. Die Feuerwehr Villmar war im Einsatz und befreite die überschwemmte Straße, kurz hinter dem König-Konrad-Denkmal, von den Wasser- und Schlammmassen. Auch die Elzer Feuerwehr hatte vor allem in der Nacht zum Sonntag viel zu tun: Innerhalb von drei Stunden – zwischen 0 und 3 Uhr – mussten die Elzer Feuerwehrleute gleich zwölf Mal ausrücken, um Wasser aus Kellern zu pumpen. Wie Gemeindebrandinspektor Walter Schaaf gestern der NNP mitteilte, gab es am Sonntagmittag drei weitere Unwettereinsätze – ebenfalls, weil Wasser im Keller stand. hpg/ehp
 

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