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Wehrführer:
Markus Schütz    (ab 01.03.09)


Zum Transports von Mitgliedern der Einsatzabteilung sowie von der Jugendfeuerwehr hat die Feuerwehr Werschau einen gebrauchten Bus (OPEL) angeschafft und diesen als Mannschafts-transportfahrzeug umgerüstet
Der Bus wurde am 15.01.06 seiner Bestimmung übergeben.



Zwischenzeitlich wurde der Transporter aus techn. Gründen außer Betrieb gesetzt. 


von links nach rechts:
Tragkraftspritzen-fahrzeug - Wasser 
TSF-W (In Dienst gestellt: Oktober 1994)
Tragkraftspritzen-fahrzeug - Kasten - TSF- K (In Dienst gestellt: am 23. Juni 2002)
Mannschafts-transportfahrzeug
MTF (zwischezeitlich außer Dienst gestellt)


Unsere aktuelle Ausrüstung

Rosenbauer - Tragkraftspritze TS 8/8

Baujahr:1988
Motor: BMW Zweizylinder - Boxermotor 46 PS bei 6000 U/min, Gebläsekühlung und Elekro - Startanlage.
Pumpe: Einstufige Kreiselpumpe
Leistung: 1600 l/min Nennförderstrom bei 8 bar Nennförderdruck und 3 m geod. Saughöhe
Ansaugvorrichtung: Doppelkolben - Entlüftungspumpe mit Ansaug-Automatic und manueller Eingriffsmöglichkeit
Gewicht: ca. 167 kg.

Tragkraft-spritzen-fahrzeug- Wasser
( TSF-W )
Besatzung: Löschstaffel ( 1 + 5)
Motor u. Fahrgestell:VW LT50TD, 102PS Turbo - Diesel
Zul. Gesamtgewicht:5200 Kg
Gerätekofferaufbau:Schlingmann mit 500 l Wassertank
Beladung:Feuerwehrtechnische Beladung für eine Löschgruppe, 
Schnellangriff: 30 m Druckschlauch S 32, Stromerzeuger 5 kVA Leistung, 1500 W + 1000 W Strahler mit Stativ 3,5m, 4 Atemschutzgeräte, 2 Kanister a 20 l Schaummittel, 1 Mittel- u. Schwerschaum-Strahlrohr, 4-teilige Steckleiter, 1 Kettensäge sowie eine im Heck eingeschobene TS 8/8.
Baujahr: 1994
Erstzulassung: 05.04.1994
In Dienst gestellt: Oktober 1994
Das TSF-W st unter folgender Mobil-Rufnummer zu erreichen: 0175 385 3786

Metz-Tragkraftspritzenfahrzeug - Kasten - (TSF/K)
Besatzung: Löschstaffel ( 1 + 5)
Motor u. Fahrgestell: VW-LT 35, 2,5L TDI, 80 KW
Zul. Gesamtgewicht: 3.500 kg
Gerätekofferaufbau: Fa. Metz
Beladung: Feuerwehrtechn. Beladung für eine Löschgruppe, Hochleistungslüfter, Stromerzeuger 2,5 kVA, 1000 W-Strahler
Baujahr: 2002
In Dienst gestellt: am 23. Juni 2002 (Übergabe an Feuerwehr im Rahmen des Festes “75 Jahre Feuerwehr Werschau e.V”).


Bereits vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Werschau müssen in Werschau Brände gelöscht werden. Leider gibt es darüber keine Aufzeichnungen. Zur Brandbekämpfung ist, so berichten ältere Bewohner aus Erzählungen, eine heute nicht mehr vorhandene Handdruckspritze mit Fahrgestell eingesetzt worden, die Wasserbeförderung erfolgt mit Eimern.
Die Spritze wird später umgebaut und bis in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg als Baumspritze genutzt. Das ebenfalls umgebaute Fahrgestell dient den Werschauer Bauern und später noch Josef Jung ("Milch-Jupp") zum Transport der Milchkannen.


Flader Siegerin
Baujahr: 1925 - 1926,
In Dienst gestellt: März 1927
Restautriert: Juni 2002
Motor: Zweizylinder Viertakt-Boxermotor der Firma Breuer; Frankfurt a. M. Höchst, Typ E2L 12 PS
Pumpe: Zweistufige Kreiselpumpe
Leistung: 420 l/min Nennförderstrom bei 6 bar Nennförderdruck und 1,5 m geod. Saughöhe.
Ansaugvorrichtung: Zuschaltbare Kapselschieberpumpe
Gewicht: ca. 140 kg.

Über die Restaurierung der Flader Siegerin ist 2002 in der Festschrift „75 Jahre Feuerwehr Werschau zu lesen:
Aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Werschau...
Schon im ersten Jahr nach der Gründung wird eine neue Motorspritze für 3.200 RM angeschafft Die erste Druckfähigkeit wird an der Kirche ausprobiert. Das Wasser wird aus dem dortigen gemeindeeigenen Brunnen gepumpt, dabei wird auch festgestellt, dass der Strahl der neuen Spritze über den Kirchturm reicht.
Die Finanzierung dieser Spritze ist der kleinen Gemeinde nur möglich, weil die Werschauer Wehr in der näheren Umgebung immer als erster an der Brandstelle ist und nur die erste Wehr einen Landesszuschuss bekommt. So löscht die Wehr am 17.10.27 in Dauborn, dafür erhält sie einen Zuschuss von 120 RM.
Der schnelle Einsatz ist dem damaligen 11. Kommandanten Hermann Schmidt zu verdanken, der bei jedem Gewitter am Fenster steht und auf einen Brand "spekuliert". Wenn er etwas bemerkt, rennt er schnell zu Philipp Saufaus. Beide rasen dann mit dem vielleicht 11 schon bereitstehenden Motorrad mit Beiwagen an die Brandstelle und melden: "Die Wehr' Werschau mit Mannschaft vollzählig ohne Gerät angetreten". Einmal wird ein Pferd so getrieben, dass es an der Brandstelle in Kirberg noch Stunden zittert....
Wie alles beginnt Im Winter 1999 erinnert sich Jochen Becker, dass sich im Keller des Kindergartens (dieser diente der Feuerwehr als Lagerraum) eine alte renovierungsbedürftige Tragkraftspritze befindet.
Mit den Gerätewarten und anderen Interessierten wird die Pumpe in Augenschein genommen.
Es stellt sich heraus, dass es sich hierbei um eine Flader Tragkraftspritze Baujahr 1927 (bestehend aus einem Zweizylinder Verbrennungsmotor und einem aus Messing gefertigten Pumpenkopf handelt. Die Idee, der Pumpe wieder zu altem Glanz zu verhelfen, ist schnell geboren, allerdings ist allen Beteiligten klar, dass viel Arbeit auf die Feuerwehr zukommen wird.
Die Restaurierung des Pumpenkopfes Die Pumpe wird in das Gerätehaus transportiert und das Altöl des Pumpenmotors an der Ölablassschraube abgelassen.
Der Verbrennungsmotor wird von dem Pumpenkopf an der Kupplung getrennt. Die Anbauteile des Pumpenkopfes werden abgeschraubt und der Pumpenkopf wird in seine Einzelteile zerlegt.
Alle Einzelteile werden nun gereinigt und auf Schäden untersucht. Über- und Unterdruckmanometer werden auf ihre Funktion überprüft:
- Die Pumpenwelle ist im Bereich des Laufrades stark eingelaufen und korrodiert und muss neu gefertigt werden.
- Die Ablass-, Belüftungs- und Kühlwasserhähne werden zerlegt und Hahnkücken und Hahnsitz neu eingeschliffen.
Die größeren Einzelteile (Pumpendeckel, Spaltringe, Pumpengehäuse und Laufrad) werden Sand gestrahlt.
Die Restaurierung des Verbrennungsmotors Der Zündmagnet wird abgebaut und gereinigt. Zusätzlich werden die Kohlestifte und Zündstecker erneuert. Der Zündmagnet wird auf seine Funktion überprüft.
Das Bewegen der Kolben und Zylinder über die Kurbelwelle ist durch die Verschmutzungen und die Reste des alten Motoröls im Motorraum nicht mehr möglich, der Motor ist "fest".
Um die Beweglichkeit wieder herzustellen, wird über die Ventildeckel Petroleum und Rostlöser eingebracht. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt. Durch Drehen der Kurbelwelle mit Hilfe der Handkurbel wird versucht, die festen Kolben und Zylinder zu bewegen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen wird an dem Kupplungsteil, das den Pumpenkopf mit dem Verbrennungsmotor verbindet, eine Verlängerung angesetzt. .
Nach einigen Versuchen ist es dann gelungen, Zylinder und Kolben des Motors in Bewegung zu versetzen.
Als dann auch noch mit einem lauten "Plopp" die Gummistopfen, die zum Verschließen der Auslasskolben / - ventile dienen, wegfliegen, sind die Befürchtungen hinsichtlich defekter Kolbenringe wie weggefegt. Der Motor besitzt wieder Kompression.
Bei der Kontrolle des Kühlwassertanks (aus Messingblech bestehend) wird festgestellt, dass die im Tank integrierte Kühlschlange (zum Kühlen des Kühlwassers für den Motor mit Hilfe des Förderwassers) einen Defekt aufweist.
Um die defekte Kühlschlange zu reparieren muss der Tankboden aufgelötet werden. Nach der erforderlichen Reparatur der Kühlschlange wird der Tankboden wieder eingesetzt, vernietet und verlötet.
Für 5 Kühlwasserschläuche (bestehend aus Leder) kann kein Ersatz gefunden werden. Hier wird auf Kühlwasserschläuche aus Gummi zurückgegriffen.
Der Solex-Vergaser wird auf Anraten von Sachkundigen nur teilweise zerlegt. Die Kraftstoff- und Luftdüse werden in ihrer Stellung belassen und nur die Zuführungswege (wenn möglich) und die Schwimmerkammer gereinigt.
Ein großes Problem stellt der freie Stutzen für die Luftansaugung des Vergasers dar:
Im Allgemeinen wird an diesem Stutzen ein Luftfilter aufgesteckt, dieser ist aber nicht mehr vorhanden. Auch ist die Funktion einer Schelle an einem der Auspufftöpfe unklar:
Die Schelle, die um den Auspufftopf gelegt ist, besitzt seitlich zum Auspufftopf hin kleine Öffnungen. An der Schelle ist ein Rohr angebracht, das am Ende mit einer Steckverbindung versehen ist. Ein Vergleich mit einer anderen Flader Tragkraftspritze bestätigt die Vermutung dahin gehend, dass es sich um einen Ansaugstutzen für Kalt- und Warmlaufzumischung handelt. Dieser wird an dem freien Vergaserstutzen aufgesteckt.
Da aber dieses Bauteil an unserer Tragkraftspritze fehlt, wird es von uns nachgebaut.
An der Kraftstoffleitung (aus Kupfer bestehend) vom Vergaser zum Kraftstofffilter und dem Tank sind die Verschraubungen und Verbindungen vorhanden, allerdings ist die Leitung selbst deformiert. Sie werden deshalb neu gefertigt.
Alle Motorteile werden möglichst in den Originalfarben gestrichen. Hierzu werden hitzebeständige Farben verwendet:
- Motorblock, Auspufftöpfe und Vergaseransaugstutzen (Luftansaugung) silbern.
- Zylinderblöcke und Vergaserstutzen (Luft- / Kraftstoffgemisch) schwarz.
Alles fügt sich wieder zusammen.....Alle messing- und kupferfarbenen Teile werden mit transparentem Kunststofflack zur Konservierung überzogen.
Die Teile des Pumpenkopfes werden nun nach und nach eingedichtet und wieder zusammengebaut. Dichtungen werden neu zugeschnitten und die Wellenabdichtung neu verpackt (Stopfbuchse).
Das Instandsetzen der Entlüftungseinrichtung (Drehschiebervakuumpumpe) erfordert viel Zeit. Hier werden die Wellenabdichtung neu verpackt und eine Dichtung für den Deckel zugeschnitten.
Der Motor und der Pumpenkopf werden an der Kupplung wieder miteinander verbunden und auf dem neu lackierten Untergestell ausgerichtet und angeschraubt.
Die Kraftstoff- und Kühlwasserleitungen werden an die jeweiligen Armaturen und Tanks angeschlossen.
Der Motor wird über die Öffnung des Ölpeilstabes mit ca. 1,41 Mehrbereichsöl aufgefüllt.
Die Zündkerzen (ehemals für einen Trabant bestimmt) werden eingeschraubt, Kraftstoff- und Kühlwassertank aufgetankt.
Der erste Probelauf Nach unzähligen Arbeitsstunden und viel Kopfzerbrechen kommt der Tag, an dem die Pumpe nach mehreren Jahren das erste Mal wieder in Funktion versetzt werden soll. Die Handkurbel wird auf die Motorwelle aufgesteckt und man versucht den Motor zu starten.
Gleichzeitig wird versucht, in die Ansaugleitung für das Kraftstoff- / Luftgemisch Startpilot einzusprühen.
Nachdem sich mehrere Personen beim Kurbeln versucht haben, kündet der Motor unter vielen Ächzen und Fehlzündungen seine Bereitschaft an, in Funktion zu treten. Zur Freude aller Beteiligten läuft der Motor ohne Probleme.
Die Termine auf einen Blick:
1999 Beginn Restaurierung
2000 (Mitte) Zusammenbau
2000 (Herbst) Erster Probelauf
2000 Juli / Juni Besuch Feuerwehrmuseum
Unser besonderer Dank gilt: Die Freiwillige Feuerwehr Werschau dankt allen, die zum Gelingen der Restaurierung beigetragen haben:
Josef Nemetz (Motorenexperte)
Fritz Wind (Tankexperte)
Herrmann Dutchun (Zündanlage).


Breuer - Tragkraftspritze TS 800 Typ C7 Baujahr: 1943-44
Motor: Breuer 28 PS 3000 U/min Frischwasser- Durchlaufkühlung
Pumpe: Zweistufige Kreiselpumpe, Hersteller: AMAG Hilpert
Leistung: 800 l/min Nennförderstrom bei 8 bar Nennförderdruck und 1,5m geod. Saughöhe
Ansaugvorrichtung: Frischgasstrahler
Gewicht: ca. 158 kg.

Kurze geschichtliche Anmerkung zur TS 800: Der kriegsbedingte Mangel an Rohstoffen und der gleichzeitig steigende Bedarf an Löschpumpen führt 1941 zu dem Entschluß, eine Einheitstragkraftspritze auf dem Weg einer völligen Neukonstruktion zu schaffen.
Eine leistungsstarke, im Gewicht leichtere und eine einfachere Fertigung wird gefordert. Ob der Motorenhersteller Breuer, DKW oder Rosenbauer heißt, sie alle müssen normmäßig auf das Pumpenaggregat passen.
Im Juni 1943 erfolgt die Produktionsfreigabe für die TS 800 und ihre Bauteile. Alle beteiligten Hersteller müssen die Vorgaben exakt einhalten. Aus der zunächst offiziellen Bezeichnung TS 800 wird die Bezeichnung ETS 8 (Einheitsspritze).
Im April 1943 ist eine die Farbgebung von Feuerwehrfahrzeugen und Geräten betreffende Verordnung erlassen worden: Der bisherige Polizeigrüne Anstrich muss bei Neuanfertigungen durch die Farbe Ocker ersetzt werden. Diese ETS 8 wird bis Ende des Krieges so gefertigt.
In der Nachkriegszeit nehmen einige Firmen, die im Kriege von Zerstörung verschont blieben, die Fertigung mit noch vorhandenen Bauteilen, die sie aus verschiedenen Firmen zusammentragen, wieder auf, so dass das Grundmodell ETS 8, mit Verbesserungen des Materials, Motor und besonders Kühlsystem, noch viele Jahre noch Bestand hat: In Westdeutschland bis 1950 und in der ehemaligen DDR sogar bis 1999.

Bachert - Tragkraftspritze TS 8/8
Baujahr: 1954
Motor: VW-Industriemotor, 28 PS luftgekühlt
Pumpe: Zweistufige Kreiselpumpe
Leistung: 800 l/min Nennförderstrom bei 8 bar Nennfördruck und 1,5 m geod. Saughöhe.
Ansaugvorrichtung: Wasserring - Entlüftungspumpe
Gewicht: ca. 167 kg.
Anmerkungen: Die Pumpe wird 1995 an die Freiwillige Feuerwehr Lutterow übergeben, dort verrichtet sie noch heute ihren Dienst.

VW-Bus
Besatzung: 9 Personen
Beladung: 6 B-Schläuche in Buchten gelegt, 6 C-Schläuche, 1 B- und 1 C-Strahlrohr, 1 Verteiler, 1 Standrohr
Anmerkung: Der Bus wird 1983 ausgemustert


Tagkraft-spritzen-fahrzeug
TSF
Motor u. Fahrgestell: Mercedes Diesel
Besatzung: 1-5
Beladung: Feuerwehrtechnische Beladung für eine Löschgruppe
Zul. Gesamtgewicht: 2800 kg
Baujahr: 1977
In Dienst gestellt: 28.08.83
Anmerkungen: Das Fahrzeug wird 1994 an die Freiwillige Feuerwehr Flecken-Zechlin, Kom. Lutterow übergeben, dort verrichtet es noch heute seinen Dienst.


Tagkraft-spritzen-fahrzeug
TSF

Motor u. Fahrgestell: Ford Transit
Aufbau: Fa. Ziegler
Besatzung: Löschstaffel ( 1 + 5 )
Beladung: Feuerwehrtechnische Beladung für eine Löschgruppe so wie eine am Heck eingeschobene Tragkraftspritze ( TS 8/8), zusätzlich eine Tauchpumpe 4/1.
Zul. Gesamtgewicht: 3.500 Kg
Baujahr: 1970
Erstzulassung: 18.02.1971
In Dienst gestellt: Mai 1971
Anm: Fahrzeug wird am 24.06.02 an die Feuerwehr Dorf Zechlin übergeben, dort dient es heute noch als Transportfahrzeug für die örtliche Jugendfeuerwehr.


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